Schweizer Botschafter diffamiert die neutrale Schweiz

Claude Wild war bis vor kurzem Schweizer Botschafter in Kiew (Bild: Die Schweizer Botschaft in Kiev). Jetzt meint er, seine Meinung laut ausposaunen zu müssen. Er beschimpft die Schweizerinnen und Schweizer als «…nützliche Idioten eines Aggressors…» und unterstellt, «die Schweiz verfalle einem Neutralitäts-Fetischismus».

Das ist zuerst mal eines: Schlechter Stil, absolut undiplomatisch, Wortwahl unter der Gürtellinie.

Dann sind auch Wilds Gedankengänge wirr und wild. Man müsse sich fragen, ob indirekte Waffenlieferungen nicht im eigenen Sicherheitsinteresse der Schweiz liegen. Offenbar verfällt auch Wild der Überzeugung, Schweizer Kriegsmaterial stoppe die russische Aggression. Krieg unterstützen um Frieden zu schaffen.

Lieber Herr Cassis, straffen Sie die Zügel Ihrer Diplomaten! Botschafter, welche die Schweiz beleidigen… man glaubt, nicht richtig zu hören! Es scheint vorbei zu sein mit der Devise, dass ein Botschafter in der Öffentlichkeit vor allem eines tut: Schweigen.

Ein Botschafter hat sich an die Beschlüsse des Bundesrates und des Parlamentes zu halten. Seine persönliche Meinung braucht die Öffentlichkeit nicht zu wissen. Im besagten Thema ist es so:

Käuferstaaten ist nach geltendem Schweizer Recht untersagt, Waffen und Munition aus schweizerischer Produktion an die Ukraine weiterzugeben.

Das Verhalten von Diplomat Wild reiht sich in den NATO-Schmusekurs von Bundesrätin Viola Amherd und ihres Armee-Chefs Thomas Süssli ein.

Die ganze Schweiz kann diesem Verhalten eine Klare Antwort entgegensetzen:


Foto: Wikimedia Commons