Drei Blick-Journalisten haben Christoph Blocher und Gerhard Pfister zu einem Streitgespräch eingeladen. Die beiden Polit-Schwergewichte verhalten sich gegenüber «anständig», das betonen sie zu Beginn des Doppel-Interviews. Was aufeinanderprallt, sind ihre Argumente. Wobei schnell offensichtlich wird: Die Aussagen Pfisters stehen auf ziemlich wackeligen Füssen.
Es geht um die Glaubwürdigkeit der Schweizer Neutralität (im Zweiten Weltkrieg war sie glaubwürdig, jetzt nicht mehr); um Aktivitis, die nichts nützt (Sanktionen); um das, was Putin eigentlich will (Sowjetunion wiederherstellen); um Moralismus und Heuchlerei.
Von Christoph Blocher kommen Klarstellungen, die der Auseinandersetzung gut tun. Zum Beispiel: «Die Schweizer Politiker hätten im Ersten Weltkrieg das Land in den Krieg geführt, wenn das die Neutralität nicht verhindert hätte.»